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MCP-Sicherheitspraxis

Das Model Context Protocol verleiht KI-Agenten direkten Zugriff auf deine Geschäftsdaten und Kernprozesse. Die etg24-Plattform bietet durchdachte Sicherheitsleitplanken, damit deine Agenten stets kontrolliert und innerhalb definierter Grenzen operieren.

1. Grundsätzlich mit Read-only-Scopes starten

Agenten, die Daten auswerten, Tickets sichten oder Berichte zusammenstellen, sollten ausnahmslos mit einem Read-only-Key betrieben werden. Ein reiner Lese-Schlüssel kann alle Query-Tools ausführen, scheitert jedoch auf Protokollebene an jedem schreibenden Command-Tool. Vergib Schreibrechte erst dann, wenn die Kernaufgabe des Agenten dies zwingend erfordert. Siehe Berechtigungs-Scopes.

2. Ein eigener Schlüssel pro Agent

Verwende niemals denselben API-Key für mehrere Automatisierungen. Wenn jeder Agent ein separates Secret erhält:

  • Werden seine Aktionen eindeutig im Audit-Trail & Änderungszuordnung ausgewiesen.
  • Kann ein fehlerhafter oder kompromittierter Agent sofort isoliert und gesperrt werden, ohne andere Workflows zu gefährden.

3. Destruktive Command-Tools gezielt beschränken

Prüfe vor dem Produktivgang, ob ein Agent tatsächlich Löschrechte benötigt. Auf etg24 sind destruktive Operationen hinter einem separaten delete-Scope abgesichert. Agenten, die externe Kunden- oder Mieterkommunikation verarbeiten, sollten niemals über Löschrechte verfügen.

4. Vollständige Transparenz im Audit-Log

Jede über MCP ausgeführte Aktion – ob Abfrage oder Schreibbefehl – hinterlässt eine nachvollziehbare Spur. Das Audit-Protokoll erfasst Tool-Name, Eingabeargumente, Ergebnisdaten und den exakten Zeitstempel.

5. Reversibilität im Fehlerfall

Sollte ein KI-Agent fehlerhafte Daten erzeugen oder versehentlich Einträge löschen: Identifiziere den Vorfall im Audit-Log, sperre bei Bedarf den Key und stelle die Daten über den entsprechenden Restore-Befehl wieder her. Dank Soft Delete & Rollback bleiben gelöschte Datensätze erhalten und können vollständig reaktiviert werden.

6. Externe Prompt-Inhalte als ungesicherte Eingaben behandeln

Alle Daten, die von außen an den Agenten gelangen – Mieter-E-Mails, Formulareingaben oder hochgeladene PDFs – sind ungesicherte Nutzereingaben. Plane deine Architektur defensiv gegen Prompt-Injection-Angriffe:

  • Isoliere sensible Berechtigungen (z. B. Buchhaltung, Vertragsarchivierung) von Agenten, die unstrukturierte Kundenmails lesen.
  • Setze bei besonders geschäftskritischen Befehlen auf ein Human-in-the-Loop-Verfahren mit manueller Mitarbeiterfreigabe.

Sicherheits-Checkliste vor dem Go-live

  • Ist der Agent auf einen Read-only-Key beschränkt, solange keine Schreibzugriffe nötig sind?
  • Besitzt der Agent einen dedizierten, nach seinem Zweck benannten Schlüssel?
  • Sind destruktive Lösch-Scopes für Agenten mit externen Nutzereingaben deaktiviert?
  • Wurden Tool-Aufrufe und System-Prompts in einer Staging-Umgebung vorab validiert?
  • Ist der Notfall-Workflow bekannt: Audit-Log prüfen → Key sperren → Restore ausführen?